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So früh wie möglich? Frühkindliche Förderung aus wissenschaftlicher Sicht

  • 24 Jun 2024
  • 7:00 PM - 8:30 PM
  • Aula der Wissenschaften

SCIENCE TALK

So früh wie möglich?
Frühkindliche Förderung aus wissenschaftlicher Sicht

Podiumsdiskussion mit anschließender Plenardiskussion
in deutscher Sprache!


Aula der Wissenschaften
Wollzeile 27a, 1010 Wien
In-person Event sowie Live-Streaming

Zugang zum Online-Raum: www.science-talk.at
Um verbindliche Anmeldung wird gebeten: Link zur Anmeldung


Podiumsdiskussion:
Yvonne Anders (Universität Bamberg)
https://www.uni-bamberg.de/fbe/mitarbeiterinnen/prof-dr-phil-yvonne-anders/
Psychologin & Soziologin – Schwerpunkt Sozialforschung & Evaluation pädagogischer Fachkräfte

Fabienne Becker-Stoll (Staatsinstitut für Frühpädagogik und Medienkompetenz)
https://www.ifp.bayern.de/ueber/mitarbeiter/becker-stoll.php
Entwicklungspsychologin – Schwerpunkt Bindungsentwicklung in der frühen Kindheit

Natascha Taslimi (Pädagogische Hochschule Wien)
https://phwien.ac.at/personen/taslimi-natascha-j/
Pädagogin – Schwerpunkt Ausbildung und Professionalisierung im Bereich Elementarbildung 

Isabella Sarto-Jackson (Konrad Lorenz Institut für Evolutions- und Kognitionsforschung & Austrian Neuroscience Association)
https://www.kli.ac.at/en/people/kli_team/view/137
Kognitionswissenschafterin – Schwerpunkt soziale Einflüsse auf Gehirnentwicklung und Kognition

Moderation:
Mag.a Doris Helmberger-Fleckl (Chefredakteurin "Die Furche")

Inhalt:
Eine wesentliche Grundannahme für die Podiumsdiskussion ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass die Plastizität des Gehirns, die Lern- und Gedächtnisprozessen zugrunde liegt, in den ersten Lebensjahren eines Kindes besonders umfassend ist. Weiters erfordern die meisten Lernprozesse soziale Interaktionen und zwischenmenschliche Beziehungen. Mangelnde Bindung und mangelnder Beziehungsaufbau zwischen Kinder- und Kindergartenpädagogen – oft aufgrund eines schlechten Betreuungsschlüssels – können bei Kindern erhebliche physiologische und psychologische Stressreaktionen hervorrufen, die sie in weiterer Folge daran hindern, ihr volles Lernpotenzial auszuschöpfen. Die Bildungsforschung plädiert daher für die Schaffung von Kindergärten als echte, erste Bildungseinrichtungen und die damit weit über einfache Betreuungseinrichtungen hinausgehen. Denn mit der Ausbildung qualifizierter Pädagog:innen, mit der Sicherstellung eines guten Betreuungsschlüssels, mit dem Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen sowie mit der Förderung und kognitiven Stimulation der Kinder legen wir den Grundstein für erfolgreiche Lernbiografien im späteren Leben.


Topic description:

The discussion will revolve around the empirical findings that brain plasticity underlying learning and memory is particularly profound in the first years of a child´s life. In addition, most learning processes require social interactions and inter-personal relationships. Lack of attachment and relationship building between child and nursery pedagogues—often due to a low child to carer ratio—can cause significant physiological and psychological stress responses in infants and children and may prevent them from achieving their full learning potential. Education research therefore advocates for creating enabling kindergarten environments that go far beyond simple care centers towards first educational institutions. By engaging well-trained pedagogues, ensuring a well above-average child to carer ratio, fostering high-quality interpersonal connections, and providing nurture and cognitive stimulation, we lay the foundations for successful learning biographies later in life.


Organisation:
Natascha Taslimi (Netzwerk elementare Pädagogik Österreich/NeBÖ)
Isabella Sarto-Jackson (Konrad Lorenz Institut für Evolutions- und Kognitionsforschung & Austrian Neuroscience Association)
Sigismund Huck (Austrian Neuroscience Association & Medicial University of Vienna)









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